Was ist Brandy?

Was ist Brandy

Es ist bald wieder Gelegenheit, abends bei einem leckeren Glas alkoholischer Süßigkeit mit Freunden in einem der vielen Straßencafés zu sitzen und zu plaudern.

Gerne wird bei dieser Gelegenheit ein süffiger heimischer oder ausländischer Brandy bestellt.

Wenn rundum Bestellungen aufgegeben werden und Sie auch gerne etwas alkoholisches bestellen würden, aber sich nicht trauen zu fragen: Was ist ein Brandy und wie schmeckt der wohl? Dann haben wir hier die Antwort für Sie.

Was ist ein Brandy eigentlich genau?

Der Brandy ist ein Weinbrand, der aus Wein durch Destillation gewonnen wird.

Die Rebsorten für den Brandy sind nicht festgelegt. Sie werden je nach Geschmack und regionaler Vorliebe ausgewählt.

Es bestehen ein paar Regeln, die festlegen, wie ein Weinbrand hergestellt und gelagert werden muss, bevor er als „Brandy“ in den Handel darf.

So wird die Qualität eines Weinbrands nicht nur von einer qualitativ hochwertigen Traubensorte bestimmt, sondern auch von der speziellen Fass-Lagerung und seiner Dauer.

Der „Fernando de Castilla Solera Gran Reserva“ beispielsweise reift ganze 6 Jahre in Eichenfässern, bevor er am Gaumen eines Gourmets landet.

6 Länder sind bekannt für ihre hervorragende Brandy-Braukunst, das ist Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und Deutschland.

Wie schmeckt ein Brandy?

Da es vielerlei Sorten von Weinbrand gibt, kann es auch nicht nur den einen Geschmack geben.

Je nach enthaltenen Wein-Auszügen kennen Liebhaber die fruchtige, süße aber auch herbe Geschmacksnote, in die sich sehr oft andere Aromen mischen, wie nussige und rauchige Nuancen.

Der Geschmack hängt von der Herkunft der Rebsorten, der Dauer und der Art seiner Lagerung ab.

Als vorzügliche deutsche Weibrände gelten der Asbach, der Chantré und Mariacron.

Laut EU-Verordnung muss der Alkoholgehalt eines Brandys vollständig aus seinem Wein-Destillat bestehen und mindestens 36 Vol.% aufweisen, künstliche Aromen sind verboten und lediglich 3% Zucker darf dem Weinbrand zugesetzt sein.

Der Reifegrad ist besonders für Kenner ein Indiz guten Weinbrands. Beim spanischen Weinbrand werden drei Altersstufen nach dem „Solera-Verfahren“ gehandelt. Das jüngste ist das „Solera-Alter“ mit mindestens 6 Monaten Reifezeit, das „Solera Reserva“, hier ist das Destillat mindestens 12 Monate alt, in der Regel aber mit 3 Jahren erst im Handel und der „Solera Gran Reserva“, der von 36 Monaten an bis zu 10 Jahre Zeit hat, sich zu entwickeln.

In Deutschland wird der kostbare Tropfen jahrgangsweise gelagert.

Wie trinkt man Brandy?

Am beliebtesten ist der Cognac-Schwenker für einen Brandy.

Ein bauchiges Glas, das sich nach oben hin verjüngt, ermöglicht es dem Weinbrand, sein Aroma zu entfalten und sich doch nicht zu verflüchtigen, bevor der Tropfen den Gaumen erreicht und mit seinem Duft die Sinne betört.

Der Genuss eines Weinbrands ist „pur“ besonders unverfälscht, „Puristen“ sprechen sich gegen Eis aus.

Bei Zimmertemperatur wird zunächst der Geruch eingeatmet um das Getränk danach Schluck für Schluck zu genießen. Allerdings wird der Weinbrand auch für Mixgetränke verwendet, wie beim „Brandy Alexander“, einer Mischung aus Weinbrand, Creme de Cacao, Muskatnuss und Sahne.

Kenner wählen ihren Cognac nach den Trauben ihrer Provinz aus. Cognac ist zwar ein Wein-Destillat, also eigentlich ein Weinbrand, wird aber seit 1920 namentlich als „Cognac“ geführt, wenn er aus den französischen Départements Charente und Charente-Maritime kommt, den Regionen um die Stadt „Cognac“ herum.

Trivia: Was Sie über Brandy wissen sollten

Der Brandy ist ein wahrer Allround-Künstler. Cocktails lassen sich hervorragend mit ihm herstellen, Kuchen verfeinern, Pralinen werden mit ihm gefüllt und die Sangria schmeckt so viel köstlicher, wenn ein leckerer Weinbrand beigemischt wird. Aber auch zu Fleischgerichten passt ein Schuss Weinbrand.

Ausgefallene Rezepte erfüllen Weinbrand-Fans mit Sinnenfreude. Von gebackenen Birnen mit weißer Schoko-Brandy-Soße über Erdbeermarmelade mit Brandy und Tonkabohnen bis zu Feigen in Brandy. Der edle Südländer ist in aller Form in aller Munde.

Wo wird Brandy gedrunken?

6 Gourmets aus 6 verschiedenen Ländern treffen sich zu Pfingsten in einem internationalen Spezialitätenrestaurant und jeder Gast bestellt einen guten Brandy aus seinem Heimatland.

Der Spanier bestellt einen „Cardenal Mendoza Clásico“, geschmeidig, mit langem Abgang, vielen Nuancen und einem Taste von Pflaumen und Rosinen.

Nun ist der Franzose an der Reihe. Er bestellt keinen Cognac, auch keinen Armagnac, er bestellt einen „Monteru Rare Sauternes Cask Finish“, fruchtig – süße aber auch interessante würzige Geschmacksnoten kennzeichnen diesen feinen Weinbrand.

Der Italiener ist sich sicher, dass sein Land den besten Weinbrand herstellt, den „Vecchia Romagna Nera“, 2-fach destilliert mit ausgewogenem Bouquet und einer süßen Note in Verbindung mit dem Geschmack von Mandeln.

Der Portugiese entscheidet sich für den „Macieira Five Star Royal“ und während er auf sein Glas wartet, macht sich die Vorfreude auf das edle Getränk auf seinem Gesicht breit, das zu strahlen beginnt. Der portugiesische Weinbrand wird seit 100 Jahren aus den erlesensten Rebsorten hergestellt, das Rezept wird bis heute geheim gehalten.

In Griechenland trinkt man den „Metaxa Private Reserve“, der 30 Jahre gereift ist oder den „Metaxa 12 Sterne“.

Schließlich ist auch der Deutsche zufrieden, als der Kellner ihm einen alten „Asbach“ kredenzt, mit blumiger Note, in die sich Trauben und Honig Aroma mischen. Der Geschmack überzeugt immer, nussig, leicht süß und harmonisch.

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Häufig gefragt

Was ist Brandy?

Brandy ist ein Weinbrand, der durch Destillation aus Wein hergestellt wird.

Letzte Aktualisierung am 1.08.2021 / *Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API